Aktuelles

Ortsplanungsrevision

Schweizweit werden zurzeit die Begriffe und Messweisen im Bauwesen harmonisiert. Der Kanton Bern verpflichtet die Gemeinden mit der Verordnung über die Begriffe und Messweisen im Bauwesen (BMBV), die nötigen Anpassungen im Baureglement bis Ende 2020 vorzunehmen. Eine weitere Pflichtaufgabe, die den Gemeinden vom Kanton auferlegt wurde, betrifft die Festlegung der sogenannten Gewässerräume. Der Gewässerraum sichert den Raum für die natürlichen Funktionen der Gewässer, den Schutz vor Hochwasser und die Gewässernutzung. Mit der Festlegung des Gewässerraums wird der bisherige Bauabstand entlang von Gewässern abgelöst. Die Harmonisierung der Baubegriffe erfolgt in Baureglement, der Gewässerraum wird im Zonenplan (neuer eigenständiger Zonenplan Gewässer) integriert.

Was bringt die Revision der Ortsplanung?

In das Verfahren zur Teilrevision der Ortsplanung sind nebst den Pflichtaufgaben weitere Anpassungen der baurechtlichen Grundordnung integriert. So bleibt eine stetige Gesamtschau über die kommunalen Planungsinstrumente gewährleistet und innerhalb des Prozesses können Synergien genutzt werden. Die wichtigsten Änderungen, nebst der Umsetzung der harmonisierten Baubegriffe und der Festlegung des Gewässerraums umfassen:

  • Zusammenführung der Baureglemente und Zonenpläne Albligen und Wahlern (unter Berücksichtigung der ortsspezifischen Besonderheiten und mit teilweise angepassten Vorschriften)
  • Integration der aktuellen Naturgefahrenkarte in den Zonenplan (infolge des Wasserbauprojekts im Bereich des Dorfbachs wurde die Naturgefahrenkarte angepasst)

Nach der Teilrevision der Ortsplanung wird die Gemeinde Schwarzenburg über zeitgemässe Planungsinstrumente verfügen, die den übergeordneten Vorgaben entsprechen. Durch die Zusammenführung der Baureglemente und Zonenpläne der früher eigenständigen Gemeinden Albligen und Wahlern wird die Übersichtlichkeit und damit die Benutzerfreundlichkeit der Planungsinstrumente erhöht.

Die nächsten Schritte

Bis am 17. Dezember 2018 dauerte die öffentliche Mitwirkung. Jedermann konnte schriftliche Anregungen zur Ortsplanungsrevision einreichen. Die eingetroffenen Bemerkungen werden geprüft und führen allenfalls zu Änderungen in den Entwürfen der Planungsinstrumente. Die bereinigten Unterlagen werden voraussichtlich im Frühjahr 2019 durch die kantonalen Behörden vorgeprüft. Anschliessend erfolgt die öffentliche Auflage mit Einsprachemöglichkeit. Es ist vorgesehen, die Teilrevision der Ortsplanung an der Gemeindeversammlung im Dezember 2019 zur Abstimmung zu bringen.